Die Präsidentin von Yiriwa Ton und ihre Stellvertrerinnen

Yiriwa Ton - Frauenprojekt in Djigué


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Junge Frauen mit Kindern


Unser Partner im Dorf ist die Frauenorganisation Yiriwa Ton, die im Jahr 2000 gegründet wurde und jetzt 101 Mitglieder hat. Die Frauen sprachen im Oktober 08 APA- Mali auf ein Gartenbauprojekt an.

Mit diesem Projekt wollen sie die Ernährungssituation ihrer Familien verbessern, zu erwartende Überschüsse verkaufen und sich selbst ein eigenes Einkommen schaffen

APA-Mali unterstützt das Bestreben von Yiriwa Ton zur Verbesserung der Ernährungssituation in einem wirtschaftlich armen Gebiet, womit gleichzeitig vor allem für die jungen Frauen die Schaffung von dauerhaften Arbeitsplätzen verbunden ist, um somit der Landflucht entgegen zu wirken. Zusätzlich wird das Projekt bei den Frauen zu einer größeren Unabhängigkeit führen.

Bei dem Besuch unserer Delegation im Januar 2009 hatten die Frauen schon auf eigene Rechnung 2 Hektar mit fruchtbarer Erde von der Dorfgemeinschaft erworben. Hier wollen sie demnächst Zwiebeln, Kartoffel, Reis und Sesam kultivieren. Das Gelände soll in Eigenregie eingezäunt werden, damit die frei herumlaufenden Ziegen und Schafe die Ernte nicht wegfressen. Sie benötigen Saatgut, Gartengeräte, Dünger usw. . Die Frauen haben sehr genaue Vorstellungen, wie sie die zusätzliche Zeit zum Bewirtschaften der Felder gewinnen können: 3 Mühlen sollen angeschafft werden, die zeitraubende Arbeit des Hirsestampfens entfällt damit.
 
Frau bei der Arbeit im Haus

 
 
Hirse stampfen

 
Wasser tragen


Bei ausreichender Bewässerung des Feldes rechnen die Frauen mit 2 3 Ernten im Jahr. Dafür benötigen sie 3 kleine Magazine am Rande des Feldes, damit sie Saatgut, Arbeitsgeräte, aber auch Ernteüberschüsse gelagert werden können. Auch eine Toilettenanlage ist notwendig.

Ausbildung für Frauen ist ein weiterer wesentlicher Punkt des Projektes: Es werden Alphabetisierungskurse angeboten, sie werden unterrichtet in verbesserten Anbautechniken, Geschäftsführung, Vermarktung und Kleinreparaturen der Mühle.

Zur notwendigen Bewässerung des Feldes wurde ein hydrologisches Gutachten erstellt. Der Hydrologe schlug vor, einen 40m tiefen Brunnen in der Nähe des Feldes in Stand zu setzten, da dieser Brunnen von einem beachtlichen Wasserreservoir gespeist wird und damit die Wasserversorgung für eine lange zeit gesichert ist. Dieser neue Brunnen liefert pro Tag so viel Wasser, dass sogar das Dorf und die Schule mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können. Auch dies führt für die Frauen zu einer erheblichen Arbeitserleichterung, denn bis jetzt müssen sie das Wasser mit Karren von weiter weg heranholen. Der Zugang aller Menschen im Dorf zu sauberem Wasser wird mit Sicherheit Erkrankungen reduzieren.

Der Brunnen soll mit einer Pumpe betrieben werden, die ihre Energie aus Solarzellen bekommt und die damit in späteren Jahren keine Folgekosten verursacht (Solartechnik ist in Mali schon länger im Einsatz). Der Brunnen liegt auf einem kleinen Hügel, sodass die Verteilung des Wassers zum Feld und zum Dorf allein durch die Schwerkraft erfolgen kann. Am Feld sind 4 Wasserbecken und in Feld und Dorf je eine Wasserentnahmestelle mit mehreren Hähnen vorgesehen.
 
Das neue 2 ha große Feld

 
 
Frau mit Kindern

 
Das alte Gemüsefeld beim Teich


Die Bevölkerung steht hinter diesem Projekt und das Engagement und die Begeisterung sind groß. Als Eigenleistungen werden Handlangerdienste für das Ausheben der Gräben für die Wasserleitung und das Setzen der Zäune von der Dorfbevölkerung und der Frauenorganisation übernommen.

Die Durchführung des Projektes ist auf 1,5 Jahre angelegt, anschließend trägt sich das Projekt selbst. Die Kosten liegen bei ca. 50.000 €. Wir haben öffentliche Mittel beim Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit beantragt, müssen aber auf jeden Fall 25 % dieses Betrages selbst finanzieren.

Daher benötigen wir dringend Spenden für das Projekt!
 

 
Frauen der Organisation YIRIWA TON aus Djigué